Schloss Grandson

Erlebnisdestination Kulturerbe

Das Schloss Grandson am Neuenburgersee ist Teil des historischen und kulturellen Gedächtnisses der Schweiz. Seit 1983 ist Grandson im Eigentum der SKKG – operativ geführt wird es von der Fondation du Château de Grandson (FCG). Nach einer aufwendigen fünfzehnjährigen Renovation ist das Schloss ab März 2026 mit der Ausstellung «Grandson: 1000 ans d’histoire» wiedereröffnet.  

Als grösstes Förderungsprojekt sind das Schloss, sein Museum und seine Parkanlagen Orte, welche die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen und zur Auseinandersetzung über gemeinsame Werte und Identität einladen. Auf Schloss Grandson kann die SKKG ihre Vision – «Kultur für alle» – einlösen mit einem vielfältigen Vermittlungsangebot und Aktivitäten rund ums Schloss und seine Geschichte(n). Im Dialog mit Besucher:innen aus der ganzen Schweiz und Forscher:innen aus aller Welt wird auf Grandson erkundet, welche gesellschaftliche Wirkung die historische Sammlung der SKKG entfalten kann.  

Stiftungsgründer Bruno Stefanini verstand sich als Bewahrer von Schweizer Kunst- und Kulturgut und erkannte in Schloss Grandson ein für die Eidgenossenschaft wichtiges Bau- und Geschichtsdenkmal. Die Verhandlung und Pflege von Kunst-, Kultur- und Geschichtswerten sind im Stiftungszweck der SKKG verankert. Heute trägt das Schloss zum Wirken der SKKG bei: Als wichtiges Schweizer Baudenkmal ist es ein Wissensspeicher für die Geschichte der Schweiz und deren Vernetzung mit den umliegenden Ländern. So war Grandson beispielsweise der Schauplatz von Konflikten, welche die Europakarte neu geordnet haben – darunter die Schlacht von 1476 zwischen Karl dem Kühnen und den Eidgenossen. 

Château de Grandson © Raphael Dupertuis

Château de Grandson © Raphael Dupertuis

Château de Grandson © Raphael Dupertuis

Château de Grandson © Raphael Dupertuis

Mit dem 2021 gemeinsam von der SKKG, Terresta und der Fondation du Château de Grandson lancierten Grossprojekt «Château de Grandson 2026» wird das Baudenkmal von nationaler Bedeutung neu positioniert in der Museums-, Kultur- und Tourismuslandschaft der Schweiz. Terresta, der Bereich Immobilien der SKKG, hat bereits seit 2008 an einem umfassenden Sanierungs- und Restaurationsprojekt vor Ort in Grandson gearbeitet. Mit verschiedenen Partner:innen, von Planer:innen, spezialisierten Handwerksbetrieben bis zur Kantonsarchäologie, haben wir den besten Umgang mit den alten Gebäuden und den darunter verborgenen Überresten längst vergangener Zeiten gesucht. 

Das Schloss blieb während der Bauarbeiten für die Öffentlichkeit zugänglich. Es wurden Führungen und Workshops angeboten, die das Ausmass der Sanierung veranschaulichten. Neben den Arbeiten am historischen Gebäude lag der Fokus auch auf der Umgebung und dem Austausch mit der lokalen Bevölkerung. So konnte diese beispielsweise beim Auswahlverfahren für die Vergabe des Landschaftsarchitekturauftrags mitreden: Zufällig ausgewählte Interessierte machten an sogenannten MiniPublics mit und teilten ihre Meinung zu den eingereichten Plänen. 20 Einwohner:innen von Grandson zwischen elf und 99 Jahren sowie Stellvertretungen von sechs lokalen Vereinen waren dabei. Ziel des Projekts war es, die verschiedenen Parkanlagen rund um Schloss Grandson zugänglicher und dadurch für alle Besucher:innen erlebbar zu machen. 

Grosse Wiedereröffnung 2026

Vogelperspektive auf die Dächer von Schloss Grandson, im Hintergrund der Neuenburgersee.

Château de Grandson © Raphael Dupertuis

Pünktlich zum 550. Jahrestag der Schlacht von Grandson wird das Schloss am 2. März 2026 offiziell neu eingeweiht. Ab dem 7. März 2026 ist Schloss Grandson als bedeutendes Kulturerbe der Schweiz auch für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Die SKKG setzt auf eine ganzheitliche Nutzung und Vermittlung – als Ort der Kultur, des Lernens und des Austauschs.  

Mit seinen historischen Gebäuden, spannenden Ausstellungen und unterschiedlichen Sammlungen wird das Schloss wieder zu einem lebendigen Ort für Kultur, Geschichte und Begegnung. Neben der Dauerausstellung und einem internationalen Armbrustzentrum sind Wechselausstellungen geplant. 

Centre d’arbalètes

Mit über 200 Exemplaren aus 2000 Jahren Geschichte und von drei Kontinenten besass die SKKG bereits eine umfangreiche Sammlung von Armbrüsten. Bis zum Start der Renovationsarbeiten im Schloss Grandson waren sie mehrheitlich ebendort gelagert. Mit der Übernahme der Sammlung des Engländers G. P. Jenkinson wuchs die Armbrustsammlung Ende 2024 auf rund 350 Exemplare an – und wird somit eine der grössten ihrer Art weltweit. Ab 2027 sind die Armbrüste in einer Dauerausstellung im «Centre d’Arbalètes» auf Schloss Grandson zu bestaunen. 

Abtransport Armbrüste