Zehn Jahre Kulturnacht Winterthur – und die SKKG mittendrin
Zehn Jahre Kulturnacht Winterthur und die SKKG mittendrin

Die Kulturnacht Winterthur dauerte dieses Jahr gleich zwei Tage. Die SKKG war zu Gast im Gewerbemuseum, brachte Schwein und Schwung mit, schenkte Wein und Wissen aus.
Ein Schwein hinter Backstein
Einmal im Jahr, jeweils im September, öffnen die Winterthurer Kulturhäuser gemeinsam ihre Türen: Von der Dämmerung bis Mitternacht kann das Publikum von Ort zu Ort ziehen und Kunst und Kultur der Stadt entdecken. 2026 fand die Kulturnacht Winterthur zum zehnten Mal statt. Anlässlich des Jubiläums sogar an zwei Tagen. Das Besondere am Format: Jede Institution lädt sich einen Gast aus einer anderen Sparte ein. Zusammen mit dem Gewerbemuseum Winterthur stellte die SKKG ein vielseitiges Programm auf die Beine, das Kulturinteressierte, Familien und Tanzfreudige ins Museum lockte.
«Das war ganz schön knifflig. Heisst das Lösungswort SOCKE?» So klang es am Ende der Schatzsuche am Kulturnacht-Wochenende. In den Räumen des Gewerbemuseums wurde gesucht, gerätselt und gestaunt. Hinter einer Backsteinwand versteckte sich doch glatt ein Wildschwein (zum Glück nur ein Mock-up des ausgestopften Originals). Die Schatzsuche lud Gross und Klein ein, spielerisch in die Sammlung einzutauchen. Und die erwachsenen Begleitpersonen staunten mindestens so sehr, wie die Kinder: «Was der alles gesammelt hat, verrückt!», hörte man mehr als einmal.



Eingepackt und ausgepackt
Beim Verpackungsworkshop unserer Restauratorinnen legten Gross und Klein selbst Hand an und merkten schnell, wie viel Sorgfalt in einem einzigen Karton steckt. Geübt wurde an echten Objekten aus dem Gewerbemuseum, aber auch an Dingen, die man eigentlich lieber gleich auspackt: Schaumküsse, Knäckebrot, Äpfel und Schöggeli. Das Beste daran? Alles Essbare durfte mit nach Hause, fachgerecht verpackt natürlich.
Ein Stockwerk tiefer packte Jane Mumford Geschichten aus. In ihrer Performance als Sammlungsexpertin tauchte sie live in die «Sammlung digital» ein. Das Publikum lieferte ihr Inputs, traf die Entscheidungen und schickte die Erzählungen in ungeahnte Richtungen. Und dann bekam die Expertin unerwarteten Besuch: Olivier Samter trat als «Stefan Brunonini» auf – irgendwie kam dem Publikum dieser Name bekannt vor.
Rückblick Kulturnacht Winterthur 2026
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Workshops, Performances, Führungen und viele gute Gespräche – das alles und noch viel mehr, gab es an der Kulturnacht mit der SKKG. Phil Jaycob hat die Eindrücke gesammelt und in einem Aftervideo zusammengestellt.
Winterthur mit anderen Augen sehen
Im Gewerbemuseum gingen Bettina Stefanini und Stefan Erzinger gemeinsam mit dem Publikum durch die Ausstellung «Backstein Reloaded», und sprachen mit der Direktorin Susanna Kumschick und dem Kurator Mario Pellin.
«Wie bewahrt man historische Bausubstanz, wenn Denkmalschutz und Baurecht nicht immer dasselbe wollen?» Diese Frage leitete einen weiteren Rundgang ein, der draussen an der Herbstsonne stattfand. Dieser führte durch die Altstadt, vorbei an Häusern, die Generationen geprägt haben und gab seltene Einblicke in alte Gemäuer Winterthurs.
Am Samstagabend wurde es ab 20 Uhr richtig voll. Und als die Balkanband Sebass loslegte, hielt vor der Bühne nichts mehr still, nicht einmal die Backsteinwände. Ein lauter, schöner Schlusspunkt nach zwei Tagen voller Flammkuchen aus dem Holzofen, guter Gespräche und Menschen, die zum ersten Mal gesehen haben, woran und womit das SKKG-Team täglich arbeitet.

Je später der Abend, desto bunter die Lichter. Die CAMPO Bar fand für einmal vor dem Gewerbemuseum, statt im CAMPO statt. Fotos © Phil Jaycob

Buntes Treiben in der Altstadt zum Jubiläum: von der Eröffnung der Kulturnacht (hier auf dem Kirchplatz) bis spät in die Nacht.

In Zusammenarbeit mit dem Gewerbemuseum Winterthur entstand ein vielfältiges Programm für Klein und Gross.