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Endlich im Ziel

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Nach über 40 Jahren kehrt eine markante Eisenplastik von Giorgio Lorenzi an ihren ursprünglichen Ort zurück: zur Rennbahn Oerlikon in Zürich. Dort, wo sie einst gedacht war, wird sie künftig wieder sichtbar – als Dauerleihgabe für die nächsten zehn Jahre.

Der Mensch im Zentrum

«Für den Eisenplastiker Giorgio Lorenzi steht der Mensch im Mittelpunkt», schrieb der Landbote bereits 1987. Seine Figuren seien Ausdruck dieser Haltung: kraftvoll, beweglich, manchmal monumental, dann wieder überraschend fein. 

Lorenzi arbeitete direkt mit dem Material und ganz ohne Entwürfe. Schicht für Schicht trug er Eisen auf ein Gerüst und schweisste das Material aneinander.

Vom Rückzug zur Rückkehr

Nach ihrer Entstehung fand die Skulptur zunächst keinen dauerhaften Platz im öffentlichen Raum. Die Stadt Zürich entschied sich gegen einen Ankauf, eine Weile stand sie in Dübendorf auf einem Privatgrundstück. Schliesslich wurde das Werk von Bruno Stefanini erworben. Über viele Jahre hinweg blieb es jedoch eingelagert und damit der Öffentlichkeit entzogen.

Erst jetzt, nach 43 Jahren, kehrt das Kunstwerk an jenen Ort zurück, für den es ursprünglich geschaffen wurde: zur Rennbahn Oerlikon. Am Eingang positioniert, kämpfen die eisernen Rennfahrer um den Sieg – als Moment eingefrorener Bewegung, kurz vor der Ziellinie.

Giorgio Lorenzi verfolgte schon in den 1980ern das klare Anliegen, Kunst nicht als abgeschlossenen Raum zu denken, sondern als Teil des öffentlichen Lebens. Seine Werke sollten Menschen im Alltag begegnen. Lorenzis Haltung spiegelt sich auch im Engagement der SKKG wider: Kunst und Kulturgut sichtbar, zugänglich und erlebbar zu machen. Statt, dass die Skulptur im Depot verborgen bleibt, soll sie dort, wo sie an jenem Ort, wo sie einst geplant war, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.